Sechs Bilder, Acryl auf Leinwand, 2026 – nach sechs Zeichnungen vom 6. Juli 2026
Demeter, Göttin des Korns, lässt die Erde unfruchtbar werden, als ihre Tochter von Hades in die Unterwelt geraubt wird. Nichts wächst, solange sie zürnt.
An einem Nachmittag im Juli entstanden sechs Blätter, jedes mit seiner Uhrzeit: 12:17 bis 14:21. Sie folgen einer Bewegung – vom stummen Entsetzen zum Schrei, von der verschlossenen Truhe zur Wand voller Rot, von der rissigen Erde zum Samen, der darin liegt. Aus den Zeichnungen wurden sechs Leinwände.
Diese Reihe arbeitet an den Bildern, die in der Meditation selbst auftreten. Sie braucht keine mythologische Übersetzung und steht damit in einem eigenen Register neben dem Demeter-Zyklus. Die ersten drei Bilder sind aus Buntstiftzeichnungen hervorgegangen, die entstanden sind, „um das Bild nicht zu verlieren"; die späteren gehen unmittelbar auf die Meditation zurück. Bisher fünf Bilder: „Das dritte Auge", „Ohne Zeit Ohne Raum", „Der Sprung", „Kristalle" und „Man-da-La".
Esta serie trabaja sobre las imágenes que aparecen durante la meditación misma. No necesita traducción mitológica y ocupa por eso un registro propio junto al ciclo de Deméter. Los tres primeros cuadros surgieron de dibujos a lápiz de color hechos «para no perder la imagen»; los posteriores vienen directamente de la meditación. Hasta ahora cinco cuadros: «Das dritte Auge», «Ohne Zeit ohne Raum», «Der Sprung», «Kristalle» y «Man-da-La».
Das dritte Auge
Ohne Zeit Ohne Raum
Der Sprung
Kristalle
Aus einer Vision vom August: in einer dunklen Fläche ein gelber Kristall, gezackt, kein Rund. Und tiefer unten ein zweiter in Blau. Kupfer und Indigo über einer Spachtelfläche; das Gelb zuletzt hineingesetzt, das Blau von allein aus dem Grund hervorgetreten.
De una visión de agosto: en una superficie oscura, un cristal amarillo, dentado, nada redondo. Y más abajo un segundo en azul. Cobre e índigo sobre una capa de estuco; el amarillo puesto al final, el azul surgido solo desde el fondo.
Man-da-La
Vier Themen in einer Leinwand: Umarmung, Gehalten, Hochzeit mit Schwert, Fels. Kreis und Kreuz ordnen sie in vier Felder, ein kleiner Punkt hält die Mitte. Türkis über Kupfer, und alles nur angedeutet.
Cuatro temas en un solo lienzo: el abrazo, el ser sostenida, la boda con la espada, la roca. Un círculo y una cruz los ordenan en cuatro campos; un punto pequeño sostiene el centro. Turquesa sobre cobre, y todo apenas insinuado.
Seelen
Seelen
Weiße Gebilde, von rechts heranschwebend, einer nach dem anderen – wie Vögel oder Schmetterlinge. Aus warmem Rot lösen sich lichtes Weiß, Blaugrün und Gold, alles in Bewegung, und fast wird es zu viel. Nur angedeutet.
Almas
Formas blancas que flotan desde la derecha, una tras otra – como pájaros o mariposas. Del rojo cálido se desprenden el blanco luminoso, el verde azulado y el oro, todo en movimiento, y casi se hace demasiado. Apenas insinuado.
Dunkle Seelen
Dunkle Seelen
Ein dunkles Quadrat, das von links unten aufsteigt, wieder und wieder, fast das ganze Sehen füllend – Gegenstück zu den hellen Seelen. Warmes Rot, ein gelber Rand oben und rechts, und unten im Gelben dunkle Spiralen, die auch Violinschlüssel sein könnten. Nur angedeutet.
Almas oscuras
Un cuadrado oscuro que se eleva desde abajo a la izquierda, una y otra vez, llenando casi toda la visión – contrapunto de las almas claras. Rojo cálido, un borde amarillo arriba y a la derecha, y abajo, en lo amarillo, espirales oscuras que también podrían ser claves de sol. Apenas insinuado.
Rose
Rose - Meditationen (Teil 9)
Im gelben Licht eine dunkle Rose, fast schwarz, dreimal aufsteigend; darunter, undeutlich im Gold, zwei Ringe. Ein Bild über den kranken Körper und das Hellerwerden, das sich trotzdem einstellt. (4. September 2026)
Rosa - Meditaciones (Parte 9)
En la luz amarilla una rosa oscura, casi negra, que asciende tres veces; debajo, impreciso en el oro, dos anillos. Un cuadro sobre el cuerpo enfermo y el aclararse que, a pesar de todo, se instala. (4 de septiembre de 2026)
Rose
Der Spiralenbaum - Meditationen (Teil 10)
Auf einer Lichtung ein einzelner Baum, der Stamm spiralig nach rechts gedreht, gekreuzt von einem goldenen Band auf tiefem Blau. In der Drehung des Stamms erkennt die Malerin die Schlange am Äskulap-Stab — ein Bild aus ihrem früheren Leben als Ärztin. (20. September 2026)
El árbol espiral - Meditaciones (Parte 10)
En un claro, un árbol solitario, el tronco en espiral girado hacia la derecha, cruzado por una banda dorada sobre azul profundo. En el giro del tronco, la pintora reconoce la serpiente de la vara de Esculapio — una imagen de su vida anterior como médica. (20 de septiembre de 2026)
Die vollständigen Meditationen zu diesen Bildern erscheinen fortlaufend auf Substack:
Las meditaciones completas sobre estos cuadros aparecen de forma continua en Substack:
https://rebornstein.substack.com/